Praktische Zucht

Im Winterhalbjahr werden die Zuchtpaare für das nächste Jahr zusammengestellt.

Die Flugsaison ist beendet, die Mauser auch, meist hat man dann die überzähligen Tiere abgegeben und kann in Ruhe aus dem Bestand wählen.

Hier sollte nicht nur die Flugleistung im Vordergrund stehen, sondern auch auch der körperliche Zustand, die Zuchtfreudigkeit, Befruchtung, Jungenaufzucht... .

Es gibt verschiedene Methoden der Zucht.

Diese werden in der Fachliteratur ausgiebig beschrieben.

Ich paare meine Tauben im Februar/März , es kommt ganz auf das Wetter an.

Wichtig ist, dass man alle Paare, bei denen die Jungtauben zusammen fliegen sollen, gleichzeitig paart, so dass Eiablage, Schlupf usw. gleichzeitig erfolgen. So hat man Jungtiere von gleichem Alter, möglichst körperlichen Zustand usw.

Dies ist für das Flugtraining sehr wichtig.

 

Das Anpaaren erfolgt in den späteren Nistzellen oder anderen beengten Behältnissen, wie z.B. Ausstellungskäfigen.

Kennen sich die Partner geht das ziemlich schnell.

 

Ich kennzeichne die Paare mit Farbringen.

 

Ein zweiter Zuchtschlag ist von Vorteil, will man angestammte Paare trennen und neu verpaaren, da sie sich sonst ihren alten Partner suchen. 

 

Jedes Paar sollte eine eigene Nistzelle haben, möglichst mit zwei Abteilen, da die zuchtfreudigen Flugtauben schon mit der neuen Eiablage beginnen, wenn die ersten Jungen noch im Nest sitzen.

 

Ich benutze Tonnistschalen, die ich in Zeitungspapier einwickele, so wird Feuchtigkeit gut aufgenommen und später kann man sie besser reinigen.

Das erste Ei wird nach dem Legen entfernt und gegen ein Kunststoffei getauscht. Erst nach dem zweiten wird dies wieder untergelegt, so hat man später gleichgroße Junge im Nest.

Auf diese Weise kann man auch den ganzen Brutpaarbestand synchronisieren.

 

Wichtig ist, die Eier gut zu beschriften, um sie den rechtmäßigen Eltern wieder unterzulegen.

 

Eine genaue Buchführung sollte auch in der kleinsten Zucht nicht fehlen.

 

Flugtauben sind meist sehr fruchtbar und ziehen viele Junge, doch sollte man nicht so viele Bruten aufziehen, denn so kann man sich besser auf das Flugtraining konzentrieren und schont die Zuchtpaare.